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Projekte in Umsiedlungsorten finden, entwickeln und fördern

Projekte in Umsiedlungsorten finden, entwickeln und fördern

Die Hochwasserkatastrophe vor knapp zwei Monaten hat uns zwei Dinge vor Augen geführt – zum einen unsere Verletzlichkeit gegenüber den Gewalten der Natur. Zum anderen, wie die Menschen in Krisenzeiten zusammenrücken und ungeahnte Kräfte entwickeln. Auch dies sind Bilder, die uns in Erinnerung bleiben werden:  Menschen, die sich nicht kennen, aber trotzdem beim Keller auspumpen, Schlamm wegräumen oder Schutt beseitigen helfen; Hilfskonvois mit tonnenweise notwendigen Materialien für den Wiederaufbau; und natürlich jene Helden, die Personen in größter Not aus den Fluten ziehen!

Genau diese Kräfte des Zusammenhalts und der Hilfsbereitschaft sollen als Grundlage für ein auf drei Jahre befristetes Projekt dienen, welches mit 600.000 Euro von der Bundesregierung gefördert wird. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Thomas Rachel, überreichte jetzt entsprechende Förderbescheide an die Projektteilnehmer. Die Stadt Erkelenz, der Zweckverband Landfolge Garzweiler und als assoziierter Partner die Gemeinde Merzenich sowie als Projektentwickler das Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS) aus Dortmund haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Daseinsvorsorge von Menschen und Ortschaften in Tagebaugebieten zu unterstützen und entwickeln, sprich: Orte der Vergangenheit und Orte der Zukunft gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern zu innovativen Lebensräumen zu entwickeln.

Projektentwickler Dr. Michael Kolocek hat dazu verschiedene Arbeitspakete geschnürt. Ganz wichtig: Bestehende Netzwerke in den sogenannten Untersuchungsräumen Keyenberg, Kuckum, Westrich, Berverath, Holzweiler, Venrath, Kaulhausen und Morschenich ausbauen, stärken und fördern. Das soll in einem ersten Schritt mit analogen Begegnungszentren unterstützt und später auch digital erweitert werden. „Dazu benötigen wir Akteure, die ähnlich wie bei der ehrenamtlichen Vereinsarbeit moderierend und mobilisierend unterwegs sein sollen. Sie zu ermitteln, wird eine unserer ersten wichtigen Arbeiten sein“, so Dr. Michael Kolocek.

Konkrete Maßnahmen, innovative Ideen oder bestimmte Vorgaben gibt es nicht – hier sollen die Kommunen und Projektträger möglichst zurückhaltend agieren. Dr. Kolocek: „Schließlich geht es darum, die betroffenen Menschen im Rheinischen Braunkohlerevier mitzunehmen und sie teilhaben zu lassen an Entscheidungen über die Zukunft ihrer Orte und Lebensräume.“ Merzenichs Bürgermeister Georg Gelhausen kann zumindest unter die erste Aufgabe schon ein Häkchen setzen: mit dem ein.LADEN im Merzenicher Ortszentrum befindet sich ein Ort der Begegnung inklusive Open Government Labor und Konferenzraum kurz vor der Fertigstellung!

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