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Wie sieht´s aus? Feinstaub in Merzenich?

Wie sieht´s aus? Feinstaub in Merzenich?

Er ist winzig, nur ein Zehntel so groß wie ein menschliches Haar und doch ist er bereits seit Monaten eines der Themen in den Medien – Feinstaub. Auch in Merzenich wird er seit März des vergangenen Jahres mit einem selbstgebauten Messgerät registriert. Da stellt sich doch die Frage, wie sieht´s nach einem Jahr mit dem Feinstaub in Merzenich aus.

Eins sei vorweg genommen. Mögen ihre Messungen erstaunlich gut sein, das zeigen Vergleichsmessungen mit amtlichen Messstationen, geben solche selbst gebauten Geräte zunächst einmal nur Hinweise auf die Feinstaubbelastung. Sie sind nicht geeicht und liefern damit keine belastbaren Werte. Das sei aber auch gar nicht der Sinn des Projekts, erklärt Werner Wirth, der die an der Hauswand vom Steinweg 21 angebrachte Station betreut. „Es geht darum das Thema sichtbar zu machen und ins Bewusstsein zu bringen, auch in der eigenen Gemeinde.“ Doch die Hinweise, die auf die Feinstaubbelastung aufgezeichnet werden, zeigen deutlich die verschiedenen Einflüsse auf den Gehalt des Feinstaubs in der Luft. 

. Neben den zu erwartenden vergleichsweisen höheren Belastungen während des Früh- und Feierabendverkehrs durch den motorisierten Straßenverkehr beim Steinweg, hat auch das Wetter selbst Einfluss auf die Messergebnisse. „Deutlich zeigt sich der Wettereinfluss im April 2018. Am 1., 9. Und 12. April kam durch die Wetterlage Saharastaub zu uns, der dazu führte, dass die Grenzwerte an diesen Tagen überschritten wurden.“, erläutert Herr Wirth. Auch die zuletzt wieder diskutierte Belastung durch Feuerwerk in der Silvesternacht belegt das Messgerät nach Herrn Wirths Aussage. „In der Silvesternacht wurde der erlaubte Wert deutlich überschritten. In der Zeit von 23:30 Uhr bis 0:30 Uhr  wurde im Durchschnitt 116 µg/m3 für PM10 und 63 µg/m3 für PM 2,5 gemessen. Spitzenreiter war um 23:14 Uhr ein Wert von 208 µg/m3 für PM10. Gegen 03:00 Uhr wurde wieder normale Werte registriert.“ Führt die Wetterlage zum einen zu höheren Messwerten, so auch bei Inversionswetterlagen (Anm.: eine vor allem im Winter vorherrschende Wetterlage mit einer geringeren Luftzirkulation), können die Werte auch beispielsweise bei windigeren Verhältnissen geringer ausfallen.

Interessante Ergebnisse, die Herr Wirth noch gerne weiter beobachten will, denn auf die Frage angesprochen, ob für ihn das Projekt beendet sei, antwortete er: „Ich finde das Thema spannend und betreue es auch gerne weiterhin.“

Minutenaktuell finden Sie alle Messergebnisse der Station am Steinweg unter http://www.madavi.de/sensor/graph.php?sensor=esp8266-5491447-sds011 (Projekt Luftdaten.Info Herr Rajko Zschiegner

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