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Jakobsweg

Die alte „Heerstraße" Köln - Aachen wurde wegen ihrer verkehrsgünstigen Führung nicht nur von Kriegern und Kaufleuten benutzt. Von alters her zogen auf ihr auch Pilger und tun dies teilweise heute noch.

Nach Köln zogen Pilger nicht nur aus ganz Deutschland sondern auch aus Ost- und Westeuropa zum Schrein der Hl. Drei Könige.

Aachen zog sie mit seinen Heiligtümern gleichermaßen an.

Ab 1510 zogen auch viele nach Düren zur Hl. Mutter Anna.

Die ältesten Pilger auf unseren Straßen sind jedoch die Jakobspilger.

Sie pilgern zum Grab des „Hl. Jakobus d. Älteren" in Santiago de Compostela im äußersten Nordwesten Spaniens. Dessen Grab wird im 8. Jahrhundert angeblich dort gefunden. Dabei ist die Frage ungeklärt, wie der Leichnam des heiligen Jakobus, der im Jahre 44 in Jerusalem unter Herodes mit dem Schwert hingerichtet worden ist, hierher gekommen sein soll. Solche Fragen stellten sich offenbar die Pilger des Mittelalters nicht.

Jedenfalls entwickelte sich Santiago de Compostela neben Jerusalem und Rom zu einem der größten Wallfahrtsorte. Ab dem 11. Jahrhundert entwickelt sich das Wallfahren zu einem Massenphänomen. Immer mehr Leute aus dem gewöhnlichen Volk machen sich auf die langen Pilgerwege. Die Pilger erhoffen sich von dem Apostel, der Jesus nahe gewesen ist, Vergebung ihrer Sünden, Heilung von Krankheiten und Erhörung ihrer besonderen Anliegen.

Die charakteristischen Kennzeichen der Jakobspilger waren ein breitkrempiger Filzhut mit der „Jakobsmuschel" daran, eine Trinkflasche für Wasser oder Wein, eine Tasche für die wenigen Habseligkeiten und ein langer Wanderstab um Hindernisse zu überspringen oder bissige Hunde von sich fern zu halten.

Bis zum 13. Jahrhundert kauften die Pilger am Ziel ihrer Reise eine Jakobsmuschel. Diese diente als Beweis dafür, dass sie den Weg tatsächlich bewältigt hatten. Später wurde die Muschel offiziell von einer Urkunde abgelöst. Sie diente aber weiterhin, am Gehstock oder Gewand befestigt, als Erkennungszeichen und Schutz für den Pilger.

Die Routenführung des Pilgerweges in Merzenich wurde durch den Verein Kultur & Denkmal in Absprache mit dem Bürgermeister Herrn Peter Harzheim einheitlich neu gekennzeichnet und zusätzlich werden die Pilger am Ortseingang Willkommen geheißen und am Ortsausgang verabschiedet.

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